Um ein gieriges und gefräßiges Rudel artgerecht zu versorgen, bedarf es so einiges an Aufwand. In aller Früh müssen die Spuren von abendlichen Zusammenkünften beseitigt und ein ausgiebiges Morgenmahl angerichtet werden. Dass man dazu zu allererst Feuerholz braucht, muss wohl nicht extra erwähnt werden.

Während also der Grossteil des Rudels sich noch im Träumeland oder sonstigen Delirien aalt, beginnen fleißige Wölfinnen mit der Früharbeit. Die Fütterung muss noch vor dem Eintreffen der Besucher beendet sein,  denn es muss natürlich alles wieder sauber und ordentlich hinterlassen werden – schließlich will man den Besuchern ja ein gesittetes Lager präsentieren. Bis zum Hauptmahl nach der Schlacht gibt es aber noch so einiges zu tun. Wasser muss geholt, Holz gehackt, Zelte nachgespannt, der Markt besucht, Nachbarschaftspflege betrieben und auch die Zutaten für die Fütterung müssen herbeigeschafft und vorbereitet werden. Die Hauptarbeit der Wölfinnen besteht darin, all dies rechtzeitig zu Schlachtende, wenn der Hunger der Kämpfer schier unstillbar scheint, fertig zu bringen. Nach vollendeter Hauptfütterung darf sich noch einmal jeder am Abwaschen und Aufräumen beteiligen, bevor die gemeinsamen Abendstunden beginnen und gefeiert wird.

Bis zum nächsten Morgen, wenn in der Früh die Spuren der abendlichen Zusammenkünfte beseitigt werden…

Schluderns 2012