10
Feb

Herbstlager 2016 – Obernberg am Brenner

   Posted by: Robert   in Allgemein

Obernberg am Brenner, eine kleine Gemeinde im Wipptal, nicht nur Drehort des Landkrimis, der aktuellen Merci Werbung sondern auch Austragungsort des Herbstlagers von Geri og Freki. In wunderschöner Kulisse durften wir unsere Zelte (Danke Robi!!) aufschlagen und das 10. Jährige Bestehen unseres Vereins feiern.  Am Mittwoch vorher wurde schon das Material und die benötigten Lebensmittel, sprich Bier, aufgeladen und zum Austragungsort gebracht. Einige mutige Krieger verbrachten auch schon die erste Nacht auf 1380 hm. Ein recht kühles Vergnügen.

Nachdem am Donnerstag und Freitag unsere Freunde aus dem In- und Ausland ankamen und ihre Zelten aufschlugen, waren auch wir mit dem Bau unseres Langhauses fertig. Demnach war es natürlich da der Zeit dieses mit einem Bier zu feiern und uns den verschiedenen Knödeln zu widmen.

Am Freitag  Nachmittags wurde noch Bogen geschossen, etwas gekämpft, Rüstungen poliert, gesonnt, Nadel gebunden, Zelte und Betten gezimmert  und sich auf den bevorstehenden, trinkreichen Abend vorbereitet.   Am Abend wurde uns vom  Jarl persönlich ein köstliches Gulasch mit Knödel gezaubert. Bitter notwendig, nach dem anstrengendem Nachmittag!  J Nachdem wir alle gegessen hatten, gab es noch eine kurze Rede vom Boss und wir durften uns mächtig viel Alkohol in die Birne kippen. Die eine oder andere Flasche hatte die Runde nicht bis zum Ende überlebt, manche gingen recht oft die Runde.  Nach dem Saufgelage, schafften wir es trotzdem alle noch in unsere Zelte und schauten am Samstag dementsprechend drein. Nutzt nix, los geht’s.

Nach dem Frühstück waren alle soweit wieder fit, dass sie sich ihren Schwertern und Schildern widmen konnten und ein Training starteten. Andere wiederum machten sich mit Pfeil und Bogen auf dem Weg und trainierten fürs Turnier. Und wieder andere sprangen wie wild in Jutesäcke herum.

Derweil wurde auch die Sau geliefert und gegrillt. Geile Sau! Natürlich gab es keine Komplikationen, wurde alles geregelt (Danke Carmen und Toni). Das Wetter war bis dahin immer noch der Wahnsinn. Etwas frisch aber kein Schnee. Das große Fressen startete ca. um 19.00 Uhr, zur Sau gab`s natürlich Knödel. Endgeil… Unterstützt von unseren Freunden, machten wir unserem Namen alle Ehre und fraßen das komplette Vieh zammen. Dann gab`s wieder eine Rede vom Jarl und ganz, gaanz viele, tolle Mitbringsel und tolle Reden von unseren Gästen. In der Zeit durften dann auch wir unsere Gastgeschenke austeilen.

Nachdem austeilen und tauschen und so, kam es dann zu dem Ritual das unser Godhi vorbereitet hatte. Wir machten uns mit Laternen und Fackeln auf dem Weg durch den Wald und über Bäche zum Platz wo das Ritual stattfinden sollte. Unser Godhi weihte unser Lager und las uns noch aus der Edda vor. Abschließend konnte noch jeder seinen persönlichen Wunsch oder Dank für sich an seine Götter im Stillen vortragen bevor das Ritual zu Ende ging. Nachdem sehr besinnlichen Ritual ging es wieder zurück zum Lager und es wurde wieder das ein oder andere Bier getrunken und so manche Flasche vom Vorabend machte erneut seine Runden.

Ein sehr schönes Wochenende neigte sich dem Ende zu und am Sonntag war es dann soweit, dass alle ihre Zelte packten und nach einigen Umarmungsrunden die Heimreise antraten. Für uns wars leider noch nicht vorbei, wir hatten noch einiges zum abbauen und zum verstauen. Alles in allem war es ein sehr schönes Wochenende, mit wundervollen Freunden aus dem Allgäu, Reutte, Innsbruck, Südtirol, Bayern, Schweiz und so weiter.  Vielen Dank für das gelungene Wochenende und dass ihr unser 10. Jähriges Bestehen mit uns gefeiert habt.

22
Mrz

Fenrisfyrd – Oktober 2015

   Posted by: Robert   in lagerleben, Training

5.-6.9.15

Am Samstag Vormittag begaben sich der Robert und ich (Tomster) auf den Weg zum kleinen Leitner Weiher in der Nähe von Ingolstadt. Nach einer ca. 4 stündigen Fahrt mit mehreren Stops zum einkaufen, entkamen wir auch dem daheim vorherrschenden Regenwetter und erreichten den sogar teilweise sonnigen Lagerplatz.

Nach dem Aufbau unseres Zeltes konnten wir den Nachmittag über ein sehr lustiges Training mit einigen Spielen (Stop and Go im Wald, Bridgefight´s, Kreuzungsspiel) genießen.

Gleich im Anschluss ans Spielen wurde die Tafel für´s Abendessen aufgebaut, auf der jeder sein mitgebrachtes Essen zu einem riesigen Buffet aufgetischt hatte. Alle konnten bei jedem kosten und probieren, bis zum platzen, „GENJAL“!!! Unser Beitrag war eine Tiroler Brettljause , und die Hirchwurcht war auch dabei.

Die darauffolgende Nacht erwies sich als äußerst Alkohol getränkt und folglich wurde am nächsten Morgen gründlich ausgeschlafen.

Gegen Sonntag Mittag machten wir uns auch wieder auf den Heimweg. Nach 3 Stunden Fahrt zurück in den Regen und dem traditionellen Mac Donalds Besuch waren wir wieder daheim. Abschließend möchte ich nur noch sagen, dass es sehr schön war und sehr viel Spaß gemacht hat und ich mir wünschen würde das wir nächstes Jahr mehr Leute sind und länger bleiben können.

Tomster

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22
Mrz

Wikingerausstellung – Oktober 2015

   Posted by: Robert   in Ausflug, Ausstellung

Nach langem hin und her und recht kleiner Mannschaft, schafften wir es dann doch nach St. Pölten zur Wikingerausstellung. Die Fahrt war sehr lustig und “Ich traus mich kaum zum sagen, aber i muss wieder aufs Klo“, war ein sehr häufig gesagter Satz während der Fahrt.

Als wir nach ca. 4 Stunden St. Pölten erreicht hatten, machten wir uns sofort auf dem Weg zur Schallerburg. Der ein oder andere Stopp in den Souvenirladen wurde natürlich eingelegt, auch mussten wir Fotos mit dem Wikingerschiff vor der Burg machen.

Wir hatten die Ausstellung mit der Führung gebucht und mussten uns somit kaum miteinander unterhalten. Mit einigen Mythen und Klischees wurde vom Anfang an aufgeräumt. Wir wussten natürlich, wie die Wikinger ungefähr lebten, doch es wurde uns sehr umfangreich erklärt aber die Fundstücke (meist aus Schweden) in Echt zu sehen, war sehr interessant. Wir hörten uns auch noch einige Geschichten aus der Edda an.

Nachdem wir die Burg verlassen hatten, plagte uns natürlich Hunger und Durst. Wir bezogen unser schönes Pfadfinderheim in St. Pölten und machten uns wie üblich auf dem Weg in ein Restaurant wo ersteres gestillt wurde. Es war noch recht früh am Abend und es zog uns gleich weiter in ein recht düsteres Lokal. Wo wir auch ewig lange die einzigen Gäste waren. Ins Underground. Naja, für recht wenig Geld haben wir recht viel Alkohol bekommen. Was will man mehr?

Judo – Bogenschießen, eine sehr schöne Unterhaltung hatte unser Obmann mit einem Einheimischen!!!

Aber jeder schöne Abend hat ein Ende und somit machten wir uns mit einem sehr günstigen Taxi (in Innsbruck kaum vorstellbar) wieder auf dem Weg in unsere Unterkunft. Wo wir auch alle sofort in unsere Schlafsäcke schlüpften. Der Morgen war wie üblich etwas mühsam nach so einem Abend, aber ein Frühstück bei Mc Donalds wirkt Wunder. Die Heimfahrt war nicht ganz so spannend wie die Hinfahrt, naja, alle etwas müde. Dennoch war es ein sehr schönes Wochenende, mit sehr lieben Menschen und sehr viel interessanter Geschichte unserer Vorfahren..

von Moni

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22
Jan

Schluderns – August 2015

   Posted by: Robert   in Allgemein

Anreise, Mittwoch, 19-08-2015

Der Hänger wurde schon am Sonntag vor dem Fest von einigen Mitgliedern des Vereins beladen und konnte heute einfach abgeholt werden.
Auf der Fahrt gab es nach dem Reschenpass ein Problem mit Elli`s Auto, das beim Bremsen komische Quitschgeräusche machte.
Wir sind Gott sei Dank problemlos in Schluderns angekommen. Am Ziel, gab es erst mal die übliche Platzzuweisung und die Begrüßung mit unseren Nachbarn, Tratschnix und Kochnix. Dann wurde der Hänger abgeladen und die Autos ausgeladen. Wenn ich mir die Sachen so anschaue die von Innsbruck mitgewandert sind, dann wundere ich mich immer wieder, was in den Autos so alles Platz hat.

Nach der Aufbaubesprechung wurden als erstes die Zelte aufgebaut.
Das war auch gut so. Denn als die Zelte aufgebaut und bereits bezogen waren, hatten wir es eilig das Material, das noch draußen war ins trockene zu bringen.
Uns wurde nämlich eine Zwangspause verordnet.

Es fing an zu regnen. Nein, es fing an zu schütten. Wir stellten unsere Steckstühle ins von Alex bewohnte Zelt und jausneten erst mal die Sachen die ich am Morgen in Innsbruck noch gekauft hatte.

Und da in Schluderns immer wieder die Sonne raus kommt, konnten wir nach ca. 2 Stunden Zwangspause mit dem Bau der Kochstelle weitermachen. Jetzt wurde geknotet und Bünde gemacht, dass die Finger rauchten.

Bei Einbruch der Dunkelheit wurde unser obligatorisches Abendessen, in Schluderns, von der Pizzeria geholt und verspeist.

Aufbau, Donnerstag, 20-08-2015

Nach dem Frühstück ging es mit dem Aufbau weiter.

Es mussten noch Planen gespannt, der Einkauf erledigt und verräumt, der Zaun fertiggestellt, unser Lagertor konstruiert, Holz gehackt, zum ersten Mal, in diesem Lager, gekocht, und viele andere Dinge erledigt werden.

Heute hat es Gott sei Dank nicht mehr geregnet und es ging gut voran. Bei diesem Fest erbaten zwei Personen zu den Mahlzeiten unsere Gastfreundschaft. Sie wollten bei uns Frühstücken und Abendessen.

Patrizia arbeitete bei Bruder Ignazius und Mike beim Ponnyreiten. Die Beiden haben uns das ganze Lager über, zu den Essenszeiten begleitet.

Auch haben wir festgestellt, dass es heuer einen neuen Zuberer gibt, bei dem man auch Duschen kann. Auch in diesem Jahr wurden Nachtwachen eingeteilt!

Tag 1, Freitag, 21-08-2015

Gegen Mittag kam heute – wie alle Jahre – Klaus zu Besuch. Wir haben einen gemütlichen Tag verbracht. Sind viel im Lager gewesen und haben das „Lagerleben“ genossen, haben eine Runde über das Gelände gemacht.  Am Nachmittag fand unser erstes diesjähriges Bogentournier statt. Mit einer Rekordteilnehmerzahl. Und dementsprechend gut gefüllt war auch der POT. Das Tournier startete um 16:00 und dauerte über 2 Stunden. Heute habe ich die Punkte geschrieben. Und das war ganz schön anstrengend und die Konzentration hat mit Fortschreiten des Tournieres abgenommen. Am Abend drehten Thomas und ich eine Runde durch die Lager! Das hab ich zum ersten Mal überhaupt gemacht. Wir haben viel gelacht und ich habe viele Leute kennengelernt.

Was auch schon lange geplant war, wurde dieses Jahr umgesetzt. Der erste Mädels Zuber! Wir hatten schon Bedenken, ob wir überhaupt dazu kommen, denn bis gestern Abend sah es aus, als ob der Zuberer mit seinem Aufbau nicht fertig würde. Ansonsten war es heute ein gemütlicher feiner Tag

Tag 2, Samstag, 22-08-2015

Als ich heute aufgestanden bin, war schon viel los ums Lagerfeuer! Ein Bauer aus dem Nachbarort hat uns mit einem Kollegen die Ehre gegeben bei uns am Feuer die Nacht zu verbringen, weil sie wegen des schwankenden Himmels den Heimweg nicht mehr antreten konnten. Als Dankeschön ist er am Morgen nach Hause gefahren um selbstgemachte Schnapse zu holen. Kam nach einiger Zeit mit seinem Piaggo-Bienchen retour und verteilte großzügig seine Gaben, die wir alle probierten.

Heute fand – wie alle Jahre am Samstag – die große Parade statt. Diese startet am Vormittag oberhalb des Ortes und geht dann durch das ganze Dorf und zurück zum Festgelände.Wir brüllten unsere bewährten Parolen, wie:

  • Wie macht die Kuh ……
  • Wir sind Nordmänner ….

Auch wurden Späße gemacht:

  • Unser Jarl stellt sich in die Zuschauermenge, jubelt und klatscht wenn wir vorbeimarschieren, da gibt es immer wieder schallendes Gelächter unter den Zuschauern.
  • Oder: Goran und Alex erschrecken immer wieder die Kinder der Zuschauer

Nach der Parade und dem obligatorischen Kirschbier starteten wir zum SCHAUSHOPPEN :)

Unser Jarl geht einkaufen!!

Wir ziehen durch die Gassen des Geländes, voll gerüstet.

Jarle hat seine Huskals und natürlich seine Damen dabei. Vorne weg marschiert unser Asylant mit der Trommel und die/der BannerträgerIn.

Wenn jemand ein Standl auserkoren hat, wo es etwas Interessantes gibt, sperren die Bewaffneten den Zugang für alle die nicht zur Sippe gehören und so können wir ungestört SHOPPEN.

Am Nachmittag gab es wieder ein Bogentournier.
Heute waren nicht mehr so viele Teilnehmer.
Geschrieben hat Martin, während ich beim Kochen war!

Tag 3, Sonntag, 23-08-2015
Heute Vormittag sind Tom und ich zum Sarazenen Kaffee trinken gegangen.
Bis heute hab ich gar nicht gewusst, dass es in Schluderns ein „KAFFEEZELT“ gibt, und das schon seit vielen Jahren.

Es hat nicht lange gedauert und es sind die nächsten GoF`s dort zum Kaffee trinken aufgetaucht.
Das heutige Bogentournier wurde wegen Windes abgesagt.

Auch heuer fanden wieder die „Heidengames“ statt, worauf sich schon alle freuten:

Der Eierlauf:

Baumstammweitwurf:

Tauziehen:

Zu späterer Stunde hat Thomas den „Pfeffi“ ausgepackt, der mich wegtreten ließ. Mein Gott war ich betrunken. Zur Freude aller am Lagerfeuer Anwesenden.

In meinem Rausch habe ich sogar Moni vom Schlafengehen abhalten können.
Sie hat sich schon niedergelegt gehabt, und dann ist sie glatt nochmal aufgestanden, hat sich angezogen und zu Lagerfeuer gesetzt.

Abbau, Montag, 24-08-2015
Der Abbau ging gut voran und das Material war bald in den Autos und am Hänger verstaut.
Wir verabschiedeten uns von unseren Nachbarn und traten den Heimweg an, machten unseren obligatorischen Abstecher zum Maci in Imst.

28
Jul

Ehrenberg – Juli 2015

   Posted by: Robert   in Allgemein, Ehrenberg, Feldschlacht, Mittelaltermarkt

Lagerbericht Ehrenberg 2015

Wie üblich ging es am Mittwochabend mit dem Verladen des Baumaterials los. Da heuer sehr viele helfende Hände dabei waren ging es auch sehr zügig und jeder konnte für sich die letzten abschließenden Arbeiten vor dem Lager erledigen.

Am Donnerstag ging dann die Reise nach Reutte auch schon los. Nach den üblichen (verkehrsbedingten) drei Stunden Fahrt konnten wir auch fast sofort mit dem Aufbau unseres Lagerplatzes beginnen. Dieser gestaltete sich aufgrund der heuer noch mehr begrenzten Fläche als dementsprechend schwierig und es wurde auch die eine oder andere Diskussion mit den Nachbarn geführt.

Schlussendlich konnten wir uns aber genug Platz für eine Minimalviariante unseres Lagers sichern. Einige Stunden später war es dann auch vollbracht. Die Zelte aufgebaut, die Feuerstelle ausgehoben, die Kochstelle errichtet und die Planen gespannt. Auch die mit uns lagernden Freunde (Teile der Augstgauer Alamannen, die Catlakes und einigen anderen) waren einquartiert und wir unterstützen uns gegenseitig bei den anstehenden Arbeiten. Nach dem Beziehen der Zelte konnte das Rudel den ersten Abend gemütlich ausklingen lassen, das Abendessen genießen und die ein oder andere Runde vorab durch den noch nicht geöffneten Markts schlendern und uns am Metstand stärken.

Lagerfeuerstimmung

Am Freitag waren wir dann endlich auf dem Lager “angekommen”. Alle Reste der Alltagskleidung verschwand in den Zelten und jeder rückte seine Gewandung zurecht um dem ersten Ansturm der Touristen ein ansprechendes Bild zu vermitteln. Ein ausgiebiges Frühstück wurde bereitet, so dass wir gestärkt und mit vollem Bauch in den ersten Tag starten konnten. Sodann ging auch der Trubel schon los. Der Markt öffnete und die Touristen strömten auf das Gelände. Auch wenn wir auf Lager mangels Uhren meistens ein recht zeitloses Rudel sind, haben die Veranstalter sehr wohl einen straffen Zeitplan und so startet auch schon das erste Highlight für uns. Die Römerschlacht.

Darauf folgte dann die alltägliche Parade zu deren Abschluss auch das bei uns übliche Kirschbier zur Abkühlung getrunken werden musste. Nach dem ersten Bier verspüren die meisten Wölfe auch schon einen ziemlichen Hunger, sodass gemeinsam auf Nahrungssuche gegangen wird. Es leben die Schupfnudeln, halben Hähnchen, Hanftaschen und andere Leckereien ohne welche uns die weitere Kraft für den Tageshöhepunkt, die Schlacht um Ehrenberg, fehlen würde. Am späten Nachmittag gehen dann die Vorbereitungen für die Schlacht los, die Rüstungen werden angelegt, die Schwerter und Äxte überprüft, die Bögen gespannt und die Pfeile parat gelegt. Sodann geht es auch schon los für die Bogenschützen, das Einschießen kann beginnen. Während die Pfeilhagel immer genauer werden füllt sich auch das Schlachtfeld mit den restlichen Kriegern und die Tribüne mit Touristen.

Schlacht

Schlacht

Wie gewohnt dauert die erste Schlacht am längsten. Es gab ja auch einige Änderungen am Ablauf. Natürlich kann man sich auch auf das Wetter in Reutte verlassen und es begann pünktlich zur Schlacht zu nieseln. Was wäre denn schon eine Schlacht ohne Sturm und Regen! Die Schlacht verlief zwar etwas schleppend, aber dennoch fanden die meisten Pfeile ihr Ziel, was sehr zu unserer Erheiterung beitrug aber leider nichts am vom vornherein feststehenden Ausgang der Schlacht ändern konnte. Nach der Schlacht konnte der Abend bei einem ordentlichen Abendessen gemütlich ausklingen, wobei für den einen oder anderen noch ein wichtiger Tagespunkt bevorstand: Der Zuber. Da der Bader und sein Zuber allerdings mitten am Marktplatz stehen ist das nicht jedermanns Sache. Aber da wir nicht sehr viele “gschamige” Leute bei uns haben, war der Zuber sofort voll belegt und der Badespaß konnte beginnen (Für uns und für die staunenden Touristen). Abschließend gab es noch ein oder zwei Aufgüsse in der holzbefeuerten Sauna. Nun waren auch die letzten Wölfe müde und so blieb nur mehr eines zu tun: Durch den dichten Wald der Zelte, Spannschnüre und Stangen den Weg ans heimatliche Lagerfeuer zu finden und den Abend mit Bier, Met oder Wein ausklingen zulassen.

Während der Großteil des Rudels friedlich einschlief wachten zwei Wölfe abwechselnd über uns und unser Hab und Gut.

Parade

Der Tagesablauf am Samstag war in etwa derselbe: Frühstück (der eine oder andere mit brummendem Kopf von Bier und Wein), Vorbereitung für die Römerschlacht (inklusive neuem Leitspruch: “Wir schauen auf einen Abstecher bei den Römern vorbei”) Parade (aufgrund der recht angenehm kühlen Temperaturen in Vollrüstung wer hatte) Schlachtvorbereitung und Schlacht, Abendessen, Zuber. Allerdings gab es am Samstagabend nicht nur Stärkung für den Körper sondern auch für den Geist. Durch unseren Godhi und die Gydhja der Augstgauer Alamannen wurde ein Blòt (Ritual nach alter germanischer Sitte) abgehalten. Hier wurde um den göttlichen Schutz für unser Lager gebeten, eine Waffen- und Schildweihe und eine “Mündigkeitsfeier” im Sinne einer Aufnahme ins Rudel Geri og Freki nach alter Sitte durchgeführt. Unser Jarl stellte Einar (bisher allen nur als Bob bekannt) den Anwesenden vor und nahm ihm seinen Schwur ab. Seit diesem Moment ist Einar ein vollwertiges Rudelmitglied mit allen Rechten und Pflichten. Abschließend konnte noch jeder seinen persönlichen Wunsch oder Dank für sich an seine Götter im Stillen vortragen bevor das Ritual zu Ende ging.

Nach dem Abschluss und nachdem alle aus der tiefen Entspannung und Besinnung zurück gefunden hatten, war es wieder Zeit sich die Erlebnisse des Tages am Lagerfeuer zu verinnerliche und die besten Geschichten dem Rudel Preis zu geben. So zog sich die Samstagnacht hin bis sie dem Sonntag weichen musste. Am Sonntagmorgen wurde die Katerstimmung durch das Frühstück (und die ein oder andere Schmerztablette) vertrieben und der Tag konnte von Neuem starten. Da sich der Tagesablauf nur zeitlich ein wenig geändert hat seien hier die Dinge erwähnt die sich im Hintergrund aber dennoch nicht unbemerkt abspielen. Das beginnt schon beim Frühstück, das sich leider nicht von selbst macht, geht weiter über das wärmende Lagerfeuer und das Kochfeuer ohne welches die leckeren Abendessen nicht gekocht werden könnten oder die Wasservorräte des Rudels welche immer gut gefüllt sein müssen, vor allem bei sommerlichen Temperaturen. Da dies, wie schon gesagt nicht von alleine geht bleibt die Arbeit meistens an der Lagerwache des Rudels hängen. Die braven Wölfinnen und Wölfe bereiten Essen zu, hacken Holz, holen Wasser, spannen Zelte nach, Schüren das Feuer, Spülen ab; Es wird genäht, geflickt, so manche kleine Wunde verbunden, Kettenhemden repariert, Rüstungen ausgebeult, Pfeile gebaut und so fort. Ohne sie wäre ein Lagerleben schlicht weg nicht möglich.

Des Abends gab es noch eine Premiere die auf den nächsten Lagern zur Tradition wachsen wird: Das Schaueinkaufen unseres Jarls. Wie es seinem Stand entspricht, konnte unser Jarl nicht wie die “normalen” Wölfe über den Markt schlendern und sich dies oder jenes anschauen und eventuell aneignen. Nein, ein Jarl braucht sein Gefolge das dem Volk verdeutlicht wer hier unterwegs ist. So wurden trotz des späten Abends nochmals Rüstungen angelegt, Festtagskleidung angezogen und schon ging es los. Das Gefolge setzte sich aus zwei Leibwachen, einem Bannerträger, einem Trommler, zwei Kriegern und einigen Wölfinnen zusammen. Am Markt angekommen wurden unter den strengen Augen der Leibwachen so mancher Stand für das normale Volk gesperrt, so dass der Jarl einkaufen konnte ohne belästigt zu werden. Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Umweg durch das Hochmittelalter-Lager welcher uns sehr viele verstörte Blicke (und so manches Wortgefecht) einbrachte.

Schlachtfeld

Somit neigte sich leider auch der Sonntag schon dem Ende zu und die ersten Gedanken ans nach Hause fahren schlichen sich in die Köpfe. Nichts desto trotz wurde der Sonntagabend noch kräftig genutzt um das gelungene Lager zu feiern, mit den freundlichen Lagernachbarn noch mal anzustoßen und abermals die ein oder andere Geschichte zu erzählen. Und wieder brannte das Lagerfeuer die Nacht durch und man munkelt, dass der ein oder andere Wolf (abgesehen von der Lagerwache natürlich) das Morgengrauen des Montags noch gesehen hat. Somit war auch der Montag viel zu schnell da.

Nachdem der erste Schock die meisten Leute im Alltagsgewand zu sehen (Originalton: “Ma schausch du komisch aus!”) verdaut war gab es ein letztes Frühstück. Anschließend konnte der Abbau des Lagers beginnen. Dieser war dann auch recht schnell erledigt, da die Veranstalter neue Parkplätze gebaut haben und sich der Stau sehr in Grenzen hielt und somit die Fahrzeuge zügig beladen werden konnten. Nach der Verabschiedung von den Freunden aus der Schweiz und Deutschland und den neu kennen gelernten Lagernachbarn (natürlich auch von den alt bekannten) ging dann auch schon die Heimreise los. Nach dem obligatorischen Zwischenstopp beim Nordtiroler Schachtelwirt (manchen auch als McDonalds bekannt) blieb somit nur noch das Ausladen im Vereinsheim bevor es dann endlich nach Hause zur Dusche und zur sehnlichst vermissten Couch ging.

Das war Ehrenberg 2015 aus meinen Augen

Euer Godhi
Kveldur Haraldsson

21
Jun

2. Fight in the Alps – Südtirol – Juni 2015

   Posted by: Robert   in Training

Am frühen Samstagmorgen des 20. Junis haben wir, die Bogenschützen von Geri og Freki uns mit den Trainingskollegen vom AFFT getroffen. Nach einem schnellen morgendlichen Kaffee ging der Ritt in den Süden dann auch schon los. Von tief hängenden Nebeln fuhren wir in den immer klarer werdenden Süden und erreichten unser Ziel nach knapp 2 Stunden: Lüsen!

Lüsen

 

Als wir auf der atemberaubenden Hochebene die Kalkovenhütte erreich haben waren die Aufbauarbeiten schon fast abgeschlossen. Nach den herzlichen Begrüßungen von Hrafnsjot, Varg Roed und Ravens Army wurde natürlich gleich gemeinsam ein weiterer Kaffee getrunken und Kuchen gegessen.

Nach der Begrüßungszeremonie wurden die Bögen gespannt, die Pfeile kontrolliert und beim Einschießen die Konzentration der Schützen geschärft, denn das Kämpfen begann in wenigen Augenblicken.

“Linie!!!” hört man es durch das Tal hallen als die Comander beider Seiten zur Schlacht auffordern. Um an die entfernte Gefahr zu erinnern ertönt als nächstes ein lautes “Schilde hoch!”, was die Arbeit der Bogenschützen erheblich erschwert. Mit einem abschließenden “Vorwärts!!!” wird der Kampf eröffnet und die Linien donnern zusammen.

Mit wachsamen Augen und beobachtenden Blicken streifen die Schützen hinter den eigenen Linien hin und her um ein unachtsames Opfer zu finden. Plötzlich, ein sich gegen die Danenaxt wehrender Gegner welcher seine untere Deckung etwas vernachlässigt; gezielt, gespannt, gefeuert, ausgeschaltet! Plötzlich ein Runner welcher sein grauenvolles Werk beginnt und durchbricht; neuer Pfeil, zielen und feuer, Treffer! Die Gefahr wurde mit einem gezielten Schuss in den seitlichen Rippenbogen abgewehrt. Noch 4-5 Gegener und nur noch ein Pfeil übrig. Doch die Vorarbeit und die gute Zusammenarbeit der Nahkämpfer ist die Schlacht jedoch bereits entschieden. Die Gegner werden überrannt.

Der restliche Vormittag und der ganze Nachmittag wird auf kämpfenderweise verbracht.

Save the King! Neues Spiel neues Glück. Und eine Chance als Bogenschütze den Commander mit wertvollen Informationen zu versorgen und die Späherfähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Stop and go! Die Linien jagen sich gegenseitig quer durch das Hochtal.

Am Abend weis man, was man den ganzen Tag gemacht hat. Es gibt wenige Stellen am Körper die nicht schmerzen. Doch das Training war hervorragend. Gemeinsam mit den anderen Vereinen beginnt nun ein wundervoller Abend. Es wird gemeinsam gegrillt, gegessen, gelacht und natürlich auch das ein oder andere Bier oder der ein oder andere Becher voll Met getrunken.

Wir verbrachten eine wundervolle Zeit die keiner von uns vermissen möchte.

Vielen Dank an Hrafnsjot für die Gastfreundschaft und wir freuen uns schon auf das nächste mal!

Danke

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16
Mai

3 Tage Schweiz – Frühlingslager – Mai 2015

   Posted by: Robert   in Allgemein

Freitag:

Wie immer starteten wir voll motiviert mit einem Kaffee in unserem tollen Vereinsheim und das schon um 09:00 in der Früh. Dann ging es ans Auto packen, das Gepäck von Robi, Moni, Bia, Tom, Laura und Tanja musste auf 2 Autos aufgeteilt werden, nicht zu vergessen die 4 Hunde. Doch wir sind ja schon erprobt in solchen Sachen….

Um kurz vor 10:00 ging es dann schon Richtung Schweiz, über den Arlbergpass und der viel befahrenen Autobahn entlang – leider dies alles im Schüttregen. Das Wetter besserte sich auch nicht, obwohl wir beim Burger King unser Menu alle brav aufgegessen hatten (das immerhin satte € 15 kostete).

Mit Hilfe unseres Navis haben wir auch dann das Pfadi-Heim gleich gefunden, nur waren wir ein bisschen zu früh dran… Doch ein Anruf genügte und Minna stand vor der Tür und hieß uns alle sehr herzlich willkommen. Wir schnappten uns gleich ein Zimmer mit Ofen und haben die Lagerstätte hergerichtet und auch gleich eingeheizt. – Tja die Tiroler sind halt kälteempfindlich wenn sie nass sind J

Vor zu trudelten auch andere Gäste ein wie zum Beispiel Petra und Rainer, und der Rest der Schweizer Clique. Gleich wurde der Tiroler „Zirbeler“ aufgemacht während unsere Männer fleißig die Feuerstelle im Freien aufrichteten. Axi, Gefion und Minna haben uns dann einen super guten Eintopf gemacht und wir haben alle zusammen unter der Lagerplane am Feuer den Abend begonnen.

Samstag:

Langsam langsam sind alle aus den Federn gekrochen, war doch recht flüssig der Abend..

Es gab ein leckeres Frühstück und auch die Letzten haben sich in die Gewandung, die richtigen Schuhe und Pelze gekleidet.

Kurz hat die Sonne gelacht und wir sind alle raus ins Freie mit den Bänken. Petra hat uns mit ganz viel Ausdauer das Nadelbinden beigebracht – Robi war voll motiviert! Axi und Gefion haben uns einen Vortrag gehalten bezüglich Heilpflanzen und ihrer Wirkung bzw. Räucherpflanzen und deren Wirkung. Toll war, dass man überall kosten bzw. riechen und angreifen konnte!

Einige der Männer haben zum Kampf gerufen und so wurde nach nicht einmal 15min in voller Rüstung schon der erste Verlust eines Zahnes verbucht. Somit fand dies ein eher rasches Ende… Allerdings haben die Bögenschützen fleißig weitertrainiert

Mit netten Gesprächen, Zirbeler und Bier ist dann der Nachmittag weiter fortgeschritten und es fing wieder an zu regnen. Wir haben uns dann unter der Lagerplane bei einem traditionellem Schweizer Käsefondue wieder alle vereint und der Abend nahm seinen Lauf – wiederrum eher flüssiger Natur ;)

Sonntag:

Man merkte die Abfahrtstimmung. Alle waren ein bisschen betrübt, oder aber auch einfach nur müde wegen dem Schnarch-Orchester von Snoopy und einigen Männern…..

Wir haben zusammengepackt und versucht alles halbwegs sauber zu hinterlassen – gar nicht leicht bei 4 Hunden und Schuhen voller Schlamm. Nach einigen Umarmungsrunden ging es dann wieder heimwärts.

So schnell vorbei ein sooo schönes Wochenende..

 

von Laura

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